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Die Extrameile ist dein Standard. Dein Hinterkopf schlittert die Wand entlang, bis du erschöpft am Boden deiner glänzenden Altbauwohnung aufschlägst. Als stilvoller “Urban Citizen” nimmst du diese Situation zunächst als sündigen Produktivitätsausfall wahr. Entzaubert bist du nun allein mit dir, ganz ohne Hilfe von Siri und Alexa. Vorwurfsvoll fordern dich deine Träume zum Kampf heraus und zugleich fordert dein Chef eine weitere Extrameile ein. Du befindest dich jenseits deines Optimums, aber zugleich im rechten Herzvorhof von HÆCTOR. Du bist bereit, deinem so sauerstoffarmen Leben einen kleinen Sonnengruß zu spendieren.

Abschnitt 2

Wütend und frustriert basteln HÆCTOR seit 2017 an den schonungslosen Hymnen, an ihre selbst optimierte Generation. Auffällig ist, dass die vier Musiknerds ihrer Alltagstragik mit einer Menge Humor und Zuversicht begegnen. Statt ihre Hörer*innen in Selbstmitleid zu ertränken, lassen sie es Mate-Tee und Espresso regnen. HÆCTOR ist die warme Hand, die dich mit einem Lächeln nach oben zieht und dann zum ekstatischen Tanz auffordert. Ablehnung ausgeschlossen.

Abschnitt 3

Die Luft muss brennen. Knarzige und teils verfremdete Bässe (Lena) treffen auf kraftvoll flirrende Gitarren (Chris), atmosphärische Keyboard-Flächen und wummernde Beats (Christoph). Ausdrucksstarke  Zeilen jagt Sänger Martin ganz im Stil eines Baritons durch die breite Tonlage seiner stürmisch-sensiblen Stimme. Die von HÆCTOR erschaffene Klangwelt mündet in Melodien zum Niederknien, die zwar die Weitläufigkeit des Stadions schätzen aber am Ende doch den ranzigen Indie Schuppen vorziehen. Trotz all der Dramatik ihrer Musik brennt bei HÆCTOR live regelmäßig geradezu kathartisch und emotional die Luft, wie die vier Musiker*innen bei zahlreichen Gigs in Hamburg z.B. in der Hebebühne, der Astrastube oder auf der Reeperbahn  bereits bewiesen haben.